Das Raumschiff Juno der NASA hat sein Mikrowellen-Radiometer (MWR) verwendet, um die von knapp unter der Oberfläche des Jupitermondes Io aufsteigende Wärme zu kartieren. Diese Daten liefern Einblicke in die vulkanische Aktivität und die internen Heizmechanismen der vulkanisch aktivsten Welt in unserem Sonnensystem.
Das MWR an Bord von Juno erfasste die Daten und zeigte thermische Emissionen, die nahe an der Oberfläche von Io entstehen. Im Gegensatz zu Infrarotinstrumenten, die die Oberflächentemperatur messen, können die niedrigfrequenten Mikrowellenkanäle des MWR (0,6 und 1,25 Gigahertz) etwa 9 bis 19 Kilometer unter die Oberfläche eindringen.
Die aus diesen Daten erstellte Karte zeigt Bereiche mit aufsteigender Wärme. Laut NASA ermöglicht diese Fähigkeit Wissenschaftlern, die inneren Prozesse von Io auf eine neue Weise zu untersuchen. Die Agentur erklärt, dass Infrarotinstrumente zwar die Temperatur *der* Mondoberfläche messen, das MWR jedoch thermische Energie erfasst, die *von darunter* ausgeht.
Der Zweck dieser Beobachtungen ist es, besser zu verstehen, wie Io trotz seiner Entfernung von Jupiters Hauptwärmequelle eine so extreme vulkanische Aktivität erzeugt. Diese Forschung wird Wissenschaftlern helfen festzustellen, was den intensiven Vulkanismus auf Io antreibt und möglicherweise Einblicke in die internen Heizprozesse anderer Gesteinswelten liefern.
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