Skelettfunde, die in einem mittelalterlichen Massengrab entdeckt wurden, wurden als das einzige bekannte Opfer identifiziert, das direkt durch ein Katapult, eine große Belagerungsmaschine, verursacht wurde. Die Entdeckung gibt Einblick in die brutalen Realitäten mittelalterlicher Kriegsführung. Die Paläopathologin Jo Buckberry identifizierte die Überreste und enthüllte ein einzigartiges Trauma-Muster. Die Person erlitt ein massives stumpfes Schädel-Hirn-Trauma, das mit dem Treffer durch ein großes Geschoss, das von einem Katapult abgefeuert wurde, übereinstimmt. Dies unterscheidet sich von typischen mittelalterlichen Schlachtfeldverletzungen, die in der Regel durch Schwerter, Pfeile oder andere Nahkampfwaffen verursacht wurden. „Dies unterstreicht die Brutalität mittelalterlicher Kriegsführung“, sagte die Paläopathologin Jo Buckberry. Die Identifizierung dieser spezifischen Todesursache ist bedeutsam, da Katapulte, obwohl sie häufige Belagerungswaffen waren, selten identifizierbare skelettische Beweise an ihren Opfern hinterließen. Die meisten Katapultangriffe richteten sich gegen Befestigungen, nicht gegen Einzelpersonen. Die Entdeckung bietet einen seltenen Einblick in die Gefahren, denen sich diejenigen ausgesetzt waren, die mittelalterliche Burgen und Siedlungen verteidigten oder angriffen. Obwohl viele bei Belagerungen starben, ist dies der erste bestätigte Fall, in dem eine Person direkt durch ein Katapultgeschoss getötet wurde, was eine deutliche Erinnerung an die zerstörerische Kraft dieser Maschinen ist.
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