Längere Ausatmung mit mutigeren Entscheidungen verbunden
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20h ago

Längere Ausatmung mit mutigeren Entscheidungen verbunden

KI-synthetisiert · Voreingenommenheit entfernt · Nur Fakten

Forscher des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) haben festgestellt, dass das Verlangsamen der Atmung mit einer verlängerten Ausatmung die Risikobereitschaft einer Person erhöhen kann. Die in *Neuron* veröffentlichte Studie legt nahe, dass die Kontrolle der Atmung die Art und Weise beeinflusst, wie Entscheidungen bewertet werden, indem sie die Herzaktivität verändert und die Belohnungsempfindlichkeit des Gehirns erhöht.

Die Studie, die von Prof. Soyoung Q Park von der Abteilung für Entscheidungsneurowissenschaften und Ernährung am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbruecke (DIfE) geleitet wurde, untersuchte den Zusammenhang zwischen Körpersignalen und Gehirnaktivität bei der Entscheidungsfindung. Die Forscher arbeiteten mit Institutionen wie Charité – Universitätsmedizin Berlin, Freie Universität Berlin und dem Deutschen Marine-Institut für Seemedizin zusammen.

Einundvierzig gesunde Teilnehmer wurden untersucht, während sie unter kontrollierten Atembedingungen riskante Entscheidungen trafen. Die Teilnehmer atmeten entweder in ihrem normalen Tempo oder praktizierten langsames Atmen mit einer verlängerten Ausatmungsphase unter Verwendung eines Inhalations-Exhalations-Verhältnisses von 2:8. Während des Entscheidungsprozesses wurden physiologische und neurologische Reaktionen gemessen. Die Ergebnisse zeigten, dass längere Ausatmungen die Herzratenvariabilität erhöhten und das Gehirn empfänglicher für Belohnungen machten, was mit mutigeren Entscheidungen korrelierte.

„Unsere Entscheidungen werden selten allein durch externe Informationen bestimmt. Vielmehr ergibt sich unser Urteil aus dem Zusammenspiel zwischen kognitiven Prozessen und unserem aktuellen körperlichen Zustand“, erklärt Soyoung Q Park. „Es war bisher unbekannt, wie die bewusste Regulierung unseres Körpers, beispielsweise durch gezieltes Atmen, unseren Entscheidungsprozess aktiv steuern kann. Wir wollten eine physiologische Veränderung durch ein langsames Atemmuster erzeugen, um die Qualität unserer Entscheidungen zu verändern.“

Schnelles Atmen und erhöhte Herzfrequenzen sind oft mit schneller Entscheidungsfindung verbunden, was potenziell zu vorsichtigeren Entscheidungen unter Druck führt. Umgekehrt kann langsameres Atmen und ein ruhigerer kardiovaskulärer Zustand eine positivere Bewertung potenzieller Ergebnisse und eine größere Bereitschaft zur Risikobereitschaft fördern.

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