Das Locarno Filmfestival veranstaltet eine Retrospektive mit dem Titel „Rot und Schwarz“, kuratiert von Ehsan Khoshbakht, die die historischen Parallelen zwischen der Hollywood-Blacklist und dem zeitgenössischen politischen Klima untersucht. Die Auswahl umfasst Filme von Charlie Chaplin, Dorothy Parker und Paul Thomas Anderson sowie Noir-Filme und ‚High Noon‘, um Themen wie Zensur und politische Verfolgung zu beleuchten.
Khoshbakht erklärt, dass die Retrospektive „aktuell“ für das Zeitalter von Trump & Co. sei und eine Verbindung zwischen vergangenen Fällen politischer Repression in Hollywood und aktuellen Ereignissen nahelegt. Der Kurator betont, wie die ausgewählten Filme Ängste vor ideologischer Konformität und die Folgen widerspiegeln, mit denen diejenigen konfrontiert sind, die abweichen. Er weist darauf hin, dass selbst *The Hollywood Reporter* eine Rolle beim Verständnis dieser Geschichte spielt, was eine Überprüfung der eigenen früheren Berichterstattung impliziert.
Die Retrospektive „Rot und Schwarz“ zielt darauf ab, auf den historischen Kontext politischer Blacklists in Hollywood und ihre Relevanz für heutige Bedenken hinsichtlich Meinungsfreiheit und möglicher Zensur aufmerksam zu machen. Der Auswahlprozess umfasste die Identifizierung von Werken, die entweder direkt oder subtil die Ängste rund um Kommunismus und antikommunistische Stimmung im mittleren 20. Jahrhundert thematisierten.
Wir bewerten keine Wahrheit. Wir entfernen den Spin und zeigen Ihnen, welche Perspektiven die Geschichte abgedeckt haben. Sie entscheiden.
Originale Berichterstattung lesen
💬 Kommentare
📜 Kommentar-Richtlinie