Arnd Bergmann hat dreizehn Patches eingereicht, um veralteten 32-Bit-ARM-Plattformcode aus dem Linux-Kernel zu entfernen. Die Änderungen sind für die Version 7.4 geplant, die voraussichtlich zwischen Dezember 2026 und Januar 2027 veröffentlicht wird. Dieser Schritt zielt darauf ab, den Kernel zu optimieren, indem die Unterstützung für ältere, weniger genutzte Hardware entfernt und gleichzeitig neue Technologien berücksichtigt werden.
Die vorgeschlagene Entfernung betrifft mehrere Plattformen, darunter SA1100-Boards, Acorn RiscPC, Footbridge, Legacy-PXA-Boards, Orion, Dove, MV78xx0-Boards, OMAP24xx, i.MX31, i.MX-Chips ohne MMU, LPC18xx, Axxia, STM32F4-, F7- und H7-Mikrocontroller, Versatile MPS2 und AT91 SAMV7. Bergmann erklärte, dass Geräte, die diese Plattformen ausführen, ab Version 7.4 oder 7.5 keinen Mainline-Kernel mehr ausführen können, da der erforderliche Boot-Code gelöscht wird.
Bergmann, der seit Jahren an diesem Ziel arbeitet, entschuldigte sich für eine fast zweijährige Verzögerung bei der Überprüfung der Bemühungen und stellte fest, dass die vollständige Bereinigung nun rund 300 Patches umfasst. Diese erste Serie konzentriert sich auf die Entfernung des arch/arm/mach-* Codes und der zugehörigen Kconfig-Elemente. Bergmann räumte ein, dass einige Personen und Organisationen diese älteren Systeme noch nutzen, ließ aber die Tür für Diskussionen und mögliche Einwände offen, bevor die Treiber entfernt werden.
Diese Änderung erfolgt, da der Linux-Kernel weiterentwickelt wird und kürzlich Unterstützung für neue ARM-basierte Chips wie Apples M3 Pro, Max und Ultra, Samsungs Exynos 1580 und Qualcomms Shikra erhalten hat. Linus Torvalds hat sich bereits für die Entfernung veralteter Codes eingesetzt und die fortgesetzte Unterstützung der i486-CPU-Serie in Frage gestellt und 2025 erklärt, es gebe „keinen wirklichen Grund“, für diese Plattform zu entwickeln. Es wird erwartet, dass er diese Entfernungen genehmigt, es sei denn, es werden erhebliche Probleme aufgeworfen.
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