Ehemalige Mitarbeiter des Kennedy Center haben die Leitung des Veranstaltungsortes für darstellende Künste beschuldigt, geplante Abdichtungsarbeiten Monate vor der Bekanntgabe der unbefristeten Schließung aufgrund von Lecks gestoppt zu haben. In einem an den Kongress gerichteten Brief, der von dem Anwalt David Seide im Namen anonymer Whistleblower unterzeichnet wurde, wird behauptet, dass der Exekutivdirektor und Chief Operating Officer des Kennedy Center, Matt Floca, Dachprobleme nicht priorisierte und im April einen finanzierten Plan zu deren Behebung stoppte. Die Whistleblower legten interne Dokumente vor, die laut Seide die Behauptung des Kennedy-Center-Vorstands infrage stellen, dass die Lecks die sofortige Schließung erforderlich gemacht hätten. PBS Newshour und The Hill berichteten über die im Brief aufgestellten Behauptungen.
Dem Brief zufolge sollten die gestoppten Reparaturen bekannte strukturelle Mängel beheben. Die Whistleblower behaupten, dass Flocas Entscheidung, die Reparaturen aufzuschieben, zur Schwere der Lecks und der anschließenden Schließung beigetragen habe. Das Kennedy Center hat bislang nicht öffentlich auf die Vorwürfe reagiert. Der Zeitpunkt der gestoppten Reparaturen, Monate vor der Ankündigung der Schließung, ist zentral für das Argument der Whistleblower, dass die Leitung des Hauses über die Probleme informiert war, diese jedoch nicht angemessen angegangen ist. Der Brief legt nahe, dass der vom Vorstand genannte Grund für die Schließung möglicherweise nicht die ganze Wahrheit ist.
Die von Seide geteilten Dokumente detaillieren Berichten zufolge die geplanten Reparaturen und die dafür bereitgestellten Mittel, bevor Floca intervenierte. Der Brief zielt darauf ab, dem Kongress Informationen zur Verfügung zu stellen, die den öffentlichen Aussagen des Kennedy Center bezüglich der Schließung und der Gründe dafür widersprechen. Das Zentrum bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen, während das Ausmaß der Schäden bewertet und ein Reparaturplan entwickelt wird.
Unserer Einschätzung nach werfen die Vorwürfe der ehemaligen Mitarbeiter ernsthafte Fragen über die Leitung des Kennedy Center und deren Umgang mit bekannten strukturellen Mängeln auf. Der Zeitpunkt der gestoppten Reparaturen, Monate vor der unbefristeten Schließung, deutet auf eine mögliche Diskrepanz zwischen den genannten Gründen für die Schließung und den tatsächlichen Umständen hin. Wir glauben, dass die Whistleblower versuchen aufzuzeigen, dass der Vorstand der Öffentlichkeit und dem Kongress möglicherweise kein vollständiges Bild der Situation präsentiert.
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