Der norwegische Filmemacher Jens Lien kehrt mit ‘Joes Auftrag’ zur spekulativen Fiktion zurück, einer Komödie, die die gesellschaftlichen Auswirkungen der Automatisierung untersucht. Der Film mit Trond Fausa Aurvåg in der Hauptrolle befindet sich derzeit in der Postproduktion als norwegisch-griechische Koproduktion.
Der Film folgt Joe, einem Rettungswagenfahrer, der seinen Job an selbstfahrende Fahrzeuge verliert. Er wird dann in ein Regierungsprogramm eingeschrieben, das darauf abzielt, Arbeitslosen obligatorische Aufgaben zu stellen, um gesellschaftliche Passivität zu verhindern. Joe entdeckt jedoch, dass seine zugewiesene Aufgabe im System fehlt, was ihn auf die Suche nach Sinn und Verbindung führt.
Lien, bekannt für seinen Film ‘Der störende Mann’ aus dem Jahr 2006 und ‘Beforeigners’ von HBO Nordic, beschrieb den Film als einen geistigen Nachfolger seiner früheren Arbeit, der einen ähnlichen Ton und Humor teilt. Er bemerkte das „faszinierende und beängstigende“ Element automatisierter Prozesse, die ohne menschliches Zutun ablaufen, und stellte die Frage: „Warum arbeiten wir überhaupt so hart daran, uns selbst überflüssig zu machen?“
Produzentin Kristin Emblem präsentierte auf New Nordic Films in Haugesund Ausschnitte aus dem Film, die Joes Interaktionen mit der Regierung und seine Suche nach seinem Auftrag zeigen. Emblem betonte, dass der Film „ein warmer und humorvoller Blick darauf ist, was passiert, wenn die Gesellschaft uns nicht mehr braucht“, und konzentriert sich auf „die menschliche Fähigkeit zu Freundlichkeit und bedeutungsvollen Beziehungen“.
Der Film wird vom Norwegischen Filminstitut, dem Nordisk Film & TV Fond, NRK in Norwegen, dem griechischen öffentlich-rechtlichen Sender ERT und Alto Invest unterstützt. Scanbox/Ymer hält die nordischen Vertriebsrechte.
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