Forscher der Duke University haben ein injizierbares Biomaterial entwickelt, das die Reparatur von Hirngewebe bei Mäusen nach ischämischem Schlaganfall fördert. Die in *Cell Biomaterials* beschriebene Behandlung fördert das Wachstum von Blutgefäßen, die Nervenregeneration und die Verbesserung der motorischen Funktion, indem sie die körpereigene Immunantwort nutzt. Das Biomaterial, MAPS (mikroporöse geglühte Partikelskelette), besteht aus Hydrogel-Mikropartikeln, die eine poröse Struktur innerhalb der Schlaganfallhöhle bilden. Diese Struktur bietet einen Rahmen für Zellen, um Nervengewebe wieder aufzubauen. Tatiana Segura, Robert Plonsey Distinguished Professorin für Biomedizintechnik an der Duke University, erklärte das Ziel des Teams: „Unser Ziel ist es, den verletzten Raum so zu gestalten, dass die immunologischen, vaskulären und neuronalen Reparaturprozesse zusammenarbeiten können.“ Die Forschung konzentrierte sich auf die Rekrutierung der Immunzellen des Körpers, insbesondere der Astrozyten, um den Reparaturprozess zu steuern. Astrozyten setzen extrazelluläre Vesikel (EVs) frei, die Proteine und Lipide transportieren. Die Behandlung scheint teilweise durch die Rekrutierung der körpereigenen Immunzellen zu wirken, einschließlich Neutrophilen, die unter den richtigen Bedingungen von schädlich zu hilfreich wechseln können. In Experimenten verwandelte das MAPS-Gerüst die durch verlorenes Hirngewebe entstandene Höhle in eine günstigere Umgebung für die Heilung, unterstützte Veränderungen im Nervengewebe und verbesserte die motorische Funktion der Tiere. Die Behandlung wurde an Mäusen getestet, die einen ischämischen Schlaganfall erlitten hatten, bei dem ein Blutgerinnsel den Blutfluss zum Gehirn blockiert. Während Notfallbehandlungen die Durchblutung wiederherstellen können, können sie kein verlorenes Hirngewebe ersetzen. Die Rehabilitation hilft den überlebenden Schaltkreisen, sich anzupassen, baut die geschädigte Region aber nicht wieder auf.
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