Die Entscheidung einer Hyrox-Athletin, ein Rennen in Peking fortzusetzen, nachdem sie sich selbst verschmutzt hatte, hat Kontroversen ausgelöst und Fragen nach Hygiene, dem Willen der Athletin und der Veranstaltungsorganisation aufgeworfen. Der Vorfall ereignete sich während eines Wettbewerbs, der Laufen und Fitnessübungen kombiniert.
Aufnahmen, die die Athletin bei der Beendigung des Rennens trotz des Vorfalls zeigen, gingen viral und lösten sowohl Lob für ihre Entschlossenheit als auch Kritik hinsichtlich potenzieller Gesundheitsrisiken aus. Einige Teilnehmer forderten Rückerstattungen und behaupteten, sie seien mit kontaminierten Geräten in Kontakt gekommen. Hyrox, das deutsche Fitnessunternehmen hinter der Veranstaltung, leitete eine Reinigungsaktion ein, desinfizierte Geräte und ersetzte Teppichabschnitte.
Hyrox räumte „berechtigte Bedenken“ ein, forderte die Leute jedoch auf, keine Negativität auf die Athletin zu richten. Das Unternehmen gab bekannt, dass die Athletin Morddrohungen erhalten habe und dass jeder, der sich an solchem Verhalten beteilige, von allen Hyrox-Veranstaltungen dauerhaft ausgeschlossen werde. „In unserer Community gibt es keinen Platz für Gewaltandrohungen oder die Ermutigung, einer Athletin Schaden zuzufügen“, sagte Hyrox in einer Erklärung.
Teilnehmer wie Joe Ho kritisierten die Reaktion von Hyrox und forderten eine Entschädigung für die Betroffenen. Erica Dodge, eine in den USA ansässige Krankenschwester, kommentierte auf Instagram, dass die Athletin aus grundlegenden Gesundheits- und Hygienegründen gestoppt hätte werden sollen und dass alle kontaminierten Bereiche behoben werden müssten, bevor andere Athleten fortfahren.
Andere wiesen darauf hin, dass ähnliche Vorfälle im Ausdauersport vorkommen, und verwiesen auf Paulas Radcliffes Lauf beim Londoner Marathon 2005 und einen kürzlichen Vorfall mit einem chinesischen Marathonläufer. Hyrox-Rennen, die 2017 in Hamburg, Deutschland, gegründet wurden, beinhalten das abwechselnde Laufen von einem Kilometer mit Fitnessherausforderungen wie Schlitten schieben, Burpee-Sprünge, Rudern und Ausfallschritten mit Sandsäcken.
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