GrapheneOS beschuldigt Google, Android-Sicherheitsupdates zu blockieren
Technologie
⚠ Einzelquelle○●○
27d ago

GrapheneOS beschuldigt Google, Android-Sicherheitsupdates zu blockieren

KI-synthetisiert · Voreingenommenheit entfernt · Nur Fakten

GrapheneOS hat Bedenken hinsichtlich der Handhabung von Sicherheitspatches und API-Veröffentlichungen für das Android-Betriebssystem durch Google geäußert und behauptet, es gäbe ein Muster, bei dem Updates für Hersteller von Nicht-Pixel-Geräten zurückgehalten würden. Das Projekt kritisierte zudem die bevorstehenden Anforderungen von Google zur App-Registrierung und schloss sich einer Kampagne an, um Android offen zu halten.

Laut GrapheneOS enthielt das Pixel Update Bulletin vom September 2026 Patches, die über das Standard-Android Security Bulletin hinausgingen und speziell den Standard-Android-Plattformcode betrafen, Code, der auf Geräten außerhalb der Pixel-Linie von Google verwendet wird. Diese Patches auf Plattformebene waren weder im regulären monatlichen Bulletin noch in den privaten Preview-Patches enthalten, die normalerweise an andere Hersteller geliefert werden. GrapheneOS schätzt, dass diese Patches andere OEMs erst mit dem Android 17 QPR2-Release im Dezember erreichen werden, und bezeichnet dies als Google „gatekeeping security patches to the standard Android platform code from Android OEMs“.

Das Projekt behauptet zudem, dass Android 17 QPR1 neue Entwickler-APIs eingeführt habe, die im Android Open Source Project (AOSP) nicht vorhanden seien, eine Situation, die laut GrapheneOS seit dem Release von Android Honeycomb nicht mehr aufgetreten sei. Der API-Diff-Bericht von Google bestätigt die Hinzufügung des android.hardware.hid-Pakets sowie Änderungen an sechzehn weiteren, darunter android.media, android.os und android.telecom. GrapheneOS hatte seinen Code bereits vor der offiziellen Veröffentlichung von Google auf QPR1 portiert, verfügt jedoch derzeit nicht über die Erlaubnis zur Verbreitung, weshalb das Projekt stattdessen Pixel-Firmware, Kernel-Treiber und HALs auf Android 17 backportet.

Neben den Verzögerungen bei den Patches hob GrapheneOS ein wiederkehrendes Compliance-Problem hervor und verwies auf eine Verzögerung beim Erhalt von Quellcode, der am 1. September angefordert wurde und erst über zwei Wochen später zugänglich war. Während jedes Problem für sich genommen als geringfügig betrachtet werden könnte, argumentiert GrapheneOS, dass ihre Kombination auf einen Trend hindeutet, bei dem Google den Zugang zu Sicherheitsfixes einschränkt, APIs zurückhält und die GPL-Compliance verlangsamt.

Darüber hinaus lehnt GrapheneOS die geplante Anforderung von Google ab, dass sich alle Android-App-Entwickler bei Google registrieren und einen gesetzlichen Identitätsnachweis sowie Belege für den Signaturschlüssel vorlegen müssen. Das Sideloading nicht verifizierter Apps erfordert dann die Aktivierung der Entwicklereinstellungen, eine 24-stündige Abkühlphase und mehrere Warnbildschirme. GrapheneOS hat sich der Keep Android Open-Kampagne angeschlossen, zusammen mit Organisationen wie F-Droid, der Electronic Frontier Foundation und der Free Software Foundation, um diese Maßnahme zu bekämpfen.

War das hilfreich?

Originale Berichterstattung lesen

💬 Kommentare

📜 Kommentar-Richtlinie