Gloria Steinem, eine bahnbrechende Aktivistin und Feministin, starb am Mittwoch im Alter von 92 Jahren. Bekannt für ihre Arbeit, die gesellschaftliche Normen rund um Frauen in Frage stellt, erlangte Steinem 1963 durch eine verdeckte Untersuchung des Playboy Clubs, veröffentlicht im Magazin *Show*, erste Aufmerksamkeit, mit dem Ziel, die Objektifizierung von Frauen aufzudecken. 1971 war sie Mitbegründerin des Magazins *Ms.*, einer Publikation, die zu einer zentralen Stimme der zweiten Welle des Feminismus wurde.
Ein Zeitgenosse von Steinem erinnerte sich an einen Widerspruch in ihrem Ansatz: die Verurteilung der Objektifizierung, während sie diese gleichzeitig für den Fortschritt des liberalen Feminismus nutzte. Die Gründung des Magazins *Ms.* folgte Treffen mit anderen frühen feministischen Führungskräften, darunter Kate Millett und Shulie Firestone, deren Werke wie *Sexual Politics* und *Die Dialektik des Geschlechts* maßgeblich an der Gestaltung der Bewegung beteiligt waren. Die Autorin nahm an Treffen der National Organization for Women (NOW) in New York City teil.
Während ABC News von Steinems Tod im Rahmen ihrer umfassenderen Nachrichtenberichterstattung berichtete, sah National Review ihr Erbe als Ablehnung traditioneller Weiblichkeit. The Free Press bemerkte das Ableben einer Generation von Feministinnen der zweiten Welle, wobei der Autor über ihre frühe Übereinstimmung mit feministischen Zielen und ihr Aufkommen als Führungskräfte in der Bewegung nachdachte. Der Tod Steinems hinterlässt eine schwindende Zahl ursprünglicher Feministinnen der zweiten Welle, die noch aktiv tätig sind.
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