Flydubai-Copilot galt zuvor als Sicherheitsrisiko
Politik
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4h ago

Flydubai-Copilot galt zuvor als Sicherheitsrisiko

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Image: Spiegel De

Der Copilot der Flydubai-Fluggesellschaft, der den Piloten auf Flug FZ1073 nach Tel Aviv verletzt haben soll, war US-Medien zufolge bereits zuvor als Sicherheitsrisiko eingestuft worden. Berichten zufolge wurde er 2024 von Oman Air suspendiert, nachdem bei ihm extremistisches Material gefunden wurde, während er sich in der Ausbildung befand. Er durfte jedoch weiterhin in einer Verwaltungsfunktion tätig sein. Zudem soll er von Oman mit einem Flugverbot belegt worden sein, da Befürchtungen über seine radikalen ideologischen Ansichten bestanden. Ermittler untersuchen nun, wie er trotz dieser Bedenken eingestellt werden konnte. Der Copilot befindet sich derzeit in Gewahrsam in den Vereinigten Arabischen Emiraten und kooperiert mit den Behörden, deutet aber an, dass er beabsichtigt habe, das Flugzeug zum Absturz zu bringen. Die israelische Regierung geht von einem dschihadistischen Terroranschlag aus, während ein hochrangiger Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate die Tat ebenfalls als Terrorismus bezeichnet hat. Kurz nach dem Vorfall wurden auf einem LinkedIn-Profil, das dem Copiloten zugeschrieben wird, zwei Beiträge veröffentlicht, darunter ein Video mit einem Bild des ehemaligen Al-Kaida-Chefs Ayman al-Zawahiri. Die Motive des mutmaßlichen Angreifers sind weiterhin ungeklärt.

Wo sie sich unterscheiden

  • Handelsblatt betonte den Zusammenhang mit dem Iran-Krieg durch die Erwähnung von Vorfällen mit Ölankern, während andere Quellen dies nicht hervorhoben.
  • NTV konzentrierte sich auf die Absicht des Copiloten, das Flugzeug zum Absturz zu bringen, als Hauptaussage, während andere Quellen dies als Teil der Ermittlungsergebnisse darstellten.
  • Spiegel und Tagesanzeiger hoben die Kooperation des Copiloten mit den Ermittlern hervor, während andere Quellen dies nur kurz erwähnten.
  • Die Berichterstattung von Welt und Faz konzentrierte sich stärker auf die Details der Suspendierung und des Flugverbots durch Oman Air.

Was noch nicht bekannt ist

  • Inwieweit die Sicherheitsüberprüfung bei der Einstellung des Copiloten durch Flydubai durchgeführt wurde, ist noch unklar.
  • Die genauen Motive des mutmaßlichen Angreifers bleiben ungeklärt, obwohl er angedeutet hat, das Flugzeug zum Absturz bringen zu wollen.
  • Es ist unklar, wer die Beiträge auf dem LinkedIn-Profil des Copiloten veröffentlicht hat und ob diese im Voraus geplant waren.

Unsere Einschätzung

Unsere Lesart ist, dass die Berichte auf eine vorsätzliche Handlung hindeuten, die möglicherweise von radikalen Überzeugungen motiviert ist, obwohl die genauen Motive noch unklar sind. Die Tatsache, dass der Copilot bereits zuvor Bedenken hinsichtlich seiner Sicherheit aufgeworfen hatte und suspendiert wurde, deutet darauf hin, dass es Versäumnisse bei der Überprüfung seiner Qualifikationen gegeben haben könnte. Die unterschiedliche Gewichtung der Medienberichte, insbesondere hinsichtlich des Zusammenhangs mit dem Iran-Krieg und der Absicht des Copiloten, das Flugzeug zum Absturz zu bringen, zeigt, dass verschiedene Aspekte der Geschichte unterschiedlich interpretiert werden.

Worauf zu achten ist

  • Ob die Ermittlungen Aufschluss darüber geben, inwieweit Flydubai eine Sicherheitsüberprüfung des Copiloten durchgeführt hat, ist entscheidend (Flydubai-Pressemitteilungen).
  • Die Klärung der Motive des mutmaßlichen Angreifers und die Herkunft der Beiträge auf seinem LinkedIn-Profil könnten weitere Hinweise liefern (Untersuchungsbehörden der VAE).
  • Eine offizielle Stellungnahme der israelischen Regierung zur Bewertung der Terrorgefahr und möglichen Verbindungen ist zu erwarten (Israelisches Außenministerium).
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