Wissenschaftler haben festgestellt, dass der Zugang zu Europas unterirdischem Ozean für Studien schwieriger sein könnte als bisher angenommen. Neue Simulationen deuten darauf hin, dass turbulentes Wasser, das durch Risse in der eisigen Oberfläche des Mondes aufsteigt, schnell gefrieren und diese Frakturen verstopfen würde – möglicherweise innerhalb von Stunden.
Europa, einer der Monde des Jupiter, gilt seit langem als vielversprechender Ort bei der Suche nach bewohnbaren Bedingungen aufgrund seines verborgenen Ozeans. Forscher hatten die Theorie aufgestellt, dass Wasser aus diesem tiefen Ozean durch Spalten in der Eisschale aufsteigen und flache Becken bilden könnte, die für zukünftige Raumfahrzeuge zugänglich sind. Dies würde es Wissenschaftlern ermöglichen, die Zusammensetzung des Ozeans zu untersuchen, ohne Meilen von Eis bohren zu müssen.
Die neuen Simulationen stellen diese optimistische Sichtweise in Frage. Laut der Quelle würde turbulentes Wasser, das durch diese Risse aufsteigt, schnell Wärme verlieren. Während es abkühlt, würde sich Eis bilden, das dann die Frakturen blockiert. Der Prozess könnte überraschend schnell ablaufen – manchmal innerhalb von Stunden – und den Zugang zum Ozean darunter effektiv versperren.
Die Forschung legt nahe, dass der Weg zur Erforschung des potenziell bewohnbaren Ozeans Europas nicht so einfach ist, wie einst gehofft. Während der Mond ein wichtiges Ziel bei der Suche nach außerirdischem Leben bleibt, wird der Zugang zu seinem unterirdischen Wasser wahrscheinlich erhebliche technische Herausforderungen mit sich bringen.
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