Deutsche Unternehmen erhöhen Investitionen in China trotz politischer Risiken, reduzieren aber US-Engagement
Wirtschaft
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2h ago

Deutsche Unternehmen erhöhen Investitionen in China trotz politischer Risiken, reduzieren aber US-Engagement

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Deutsche Unternehmen haben ihre Investitionen in China im ersten Halbjahr deutlich erhöht und dabei rund 5,6 Milliarden Euro zusätzlich investiert. Dies entspricht dem Durchschnitt der letzten Jahre, wobei die Finanzierung zunehmend aus eigenen Gewinnen vor Ort erfolgt. Jürgen Matthes vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erklärt, dass China ein wichtiger Absatzmarkt und ein „Fitnesscenter“ für Unternehmen sei, die sich im globalen Wettbewerb behaupten wollen. Im Gegensatz dazu haben deutsche Unternehmen ihre Investitionen in den USA um fast zwei Drittel auf rund 4,3 Milliarden Euro reduziert, was auf die Handelspolitik von US-Präsident Trump zurückgeführt wird. Matthes weist darauf hin, dass die Produktion in China durch staatliche Subventionen und eine unterbewertete Währung künstlich verbilligt wird, was deutsche Unternehmen dazu zwingt, selbst stärker dort zu produzieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies führt laut dem IW-Experten zu einem Verlagerung von Produktion und Arbeitsplätzen nach China. Er fordert, dass die EU diesem unfairen Wettbewerb entgegenwirken und Ausgleichszölle auf chinesische Importe erheben sollte. Die anhaltenden Investitionen in China stehen im Kontrast zu den sinkenden Investitionen in den USA, was die veränderten wirtschaftlichen Prioritäten deutscher Unternehmen widerspiegelt.

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