Damian Kocur inszeniert ‘La Manche’ mit Fokus auf das zeitgenössische Polen
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14m ago

Damian Kocur inszeniert ‘La Manche’ mit Fokus auf das zeitgenössische Polen

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Image: Variety

Der polnische Regisseur Damian Kocur wird mit der Produktion von „La Manche“ beginnen, einem Film, der das zeitgenössische Polen, Stereotypen und historische Traumata untersucht. Das Projekt, das auf der Venice Production Bridge vorgestellt wurde, ist eine Koproduktion von Kijora Film (Polen), Oma Inge Film (Deutschland) und Les Contes Modernes (Frankreich).

Kocur, dessen frühere Arbeiten „Brot und Salz“ und „Unter dem Vulkan“ (Polens Oscar-Einreichung für 2024) umfassen, beschrieb den Film nicht als Genrefilm oder Sozialkommentar, sondern als „einen Film über das zeitgenössische Polen, über die Ausbeutung von Stereotypen und historischen Traumata“. Die Geschichte konzentriert sich auf einen jungen Warschauer Einwohner, der mit der Suche nach Drehorten und Laiendarstellern für einen ausländischen Film in Polen beauftragt ist.

Der Film wird sich auch mit der Krise an der polnisch-belarussischen Grenze befassen, einem Thema, das kürzlich in Agnieszka Hollands „Grüne Grenze“ dargestellt wurde. Kocur beabsichtigt jedoch, das Thema „aus einer posttraumatischen Perspektive“ anzugehen, da er glaubt, dass Hollands Film das unmittelbare Problem bereits umfassend behandelt hat. Produzentin Marta Szymanowska wies darauf hin, dass „Unter dem Vulkan“ auf über 100 Festivals weltweit gezeigt wurde, was zum internationalen Interesse an dem Projekt beitrug.

Die Produzentinnen Anna Gawlita und Szymanowska erklärten, dass „La Manche“ sowohl „die Perspektive des ‘Stadtbewohners’ auf das Land“ als auch „die Sichtweise des Westens auf den Osten“ kritisieren wird und letztendlich gesellschaftliche Polarisierung untersucht. Kocur setzt weiterhin Laiendarsteller ein, um eine realistischere Darstellung zu erreichen. Szymanowska erklärte, dass Kocur die Wahrnehmung Polens, das ausschließlich durch vergangene Traumata wie den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust definiert wird, in Frage stellt und Migrationsthemen aus historischer Sicht neu betrachtet. Gawlita fügte hinzu, dass der Film auch „die harten Realitäten der zeitgenössischen Prekarität beleuchten wird, die insbesondere diejenigen betrifft, die in den Arbeitsmarkt eintreten“.

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