Cassandra Wilson, Grammy-prämierte Jazzsängerin, Songwriterin und Produzentin, starb am frühen Mittwochmorgen in Jackson, Mississippi, im Alter von 70 Jahren.
Robert Torre, Wilsons langjähriger Manager, gab ihren Tod bekannt und sagte: „Mit tiefem Bedauern geben wir den Tod von Cassandra Wilson, der Grammy-prämierten und legendären Jazzkünstlerin, bekannt.“ Torre fügte hinzu, dass Wilson „friedlich zu Hause im Kreis ihrer Familie, engen Freunde und ihres Managers eingeschlafen sei“ und dass ihre Familie und Freunde um Privatsphäre in ihrer Trauer baten.
Während ihrer Karriere war Wilson für ihre gefühlvolle Kontraltstimme und die Einbeziehung von Blues- und Funkelementen in ihre Jazzkompositionen bekannt. Sie gewann zwei Grammy Awards: 1997 für die beste Jazzvokalperformance mit „New Moon Daughter“ und 2009 für das beste Jazzvokalalbum mit „Loverly“. Sie arbeitete mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen, darunter Steve Coleman, The Roots, Wynton Marsalis und Greg Osby.
Das Time Magazine nannte Wilson 2001 „Amerikas beste Sängerin“. Geboren in Jackson, Mississippi, begann sie im Alter von sechs Jahren Klavier und im Alter von zwölf Jahren Gitarre zu spielen. Anfang der 1980er Jahre zog sie nach New York City und gründete zusammen mit dem Saxophonisten Steve Coleman M-Base, ein Kollektiv, zu dem auch Geri Allen und Osby gehörten.
Wilson veröffentlichte ihr Debütalbum „Point of View“ im Jahr 1986 und setzte ihre Projekte fort, darunter „Blue Light ‘Til Dawn“ von 1993 auf Blue Note Records. Dieses Album verband Blues, Jazz und Pop, wurde jedoch für seine Abweichung von traditionellen Jazzkonventionen als umstritten angesehen. Sie nahm sowohl Originalsongs als auch Coverversionen von Künstlern wie Neil Young, Cyndi Lauper und Bob Dylan auf und arbeitete mit Luther Vandross, Angelique Kidjo, Terrence Blanchard und Olu Dara zusammen. Ihr letztes Soloalbum „Coming Forth by Day“, das 2015 veröffentlicht wurde, war eine Hommage an Billie Holiday.
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