Bundesregierung will chinesische Übernahme im Hamburger Hafen stoppen
Wirtschaft
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1h ago

Bundesregierung will chinesische Übernahme im Hamburger Hafen stoppen

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Image: Spiegel De

Die Bundesregierung prüft offenbar ein Verbot der Übernahme des Hamburger Logistikunternehmens Zippel durch den chinesischen Staatskonzern Cosco, obwohl das Bundeskartellamt den Deal wettbewerbsrechtlich freigegeben hat. Sicherheitsbedenken stehen im Vordergrund, da die Regierung eine strategische Abhängigkeit und mögliche Einflussnahme durch China befürchtet. Cosco hatte bereits 2023 einen Minderheitsanteil am Containerterminal Tollerort in Hamburg erworben, was damals Kritik hervorrief. Die Übernahme von Zippel würde Cosco nicht nur den Zugang zum Containerumschlag, sondern auch zur Weiterverteilung der Güter ins Landesinnere ermöglichen, was die Bedenken verstärkt. Das Bundeskartellamt betonte, dass es bei der ursprünglichen Freigabe ausschließlich um wettbewerbsrechtliche Aspekte ging und sicherheitspolitische Belange in der Zuständigkeit des Bundeswirtschaftsministeriums liegen.

Die Befürchtungen der Bundesregierung beziehen sich auf die Gefahr, dass China im Falle politischer Spannungen Druckmittel einsetzen könnte, indem es Warenströme und Lieferketten beeinflusst. Zippel ist auf den Transport von Containern zwischen Seehäfen und dem Binnenland spezialisiert und verfügt über ein eigenes Netzwerk für Bahn- und LKW-Transporte. Die Übernahme würde Cosco eine umfassende Kontrolle über die gesamte Transportkette ermöglichen. Insider gehen davon aus, dass die Regierung auf ein Verbot der Übernahme drängt, obwohl eine endgültige Entscheidung noch aussteht. Das Bundeswirtschaftsministerium und Zippel haben sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Wo sie sich unterscheiden

  • Spiegel.de betont stärker die Kritik an der wachsenden Einflussnahme Chinas in wichtigen Wirtschaftsbereichen, während Welt.de die Sicherheitsrisiken durch den Zugriff auf Warenströme und Lieferketten hervorhebt.
  • Welt.de fokussiert stärker auf die Ausdehnung von Coscos Präsenz in der gesamten Lieferkette, während Spiegel.de die Gefahr strategischer Abhängigkeiten betont.
  • Beide Medien berichten über die Sicherheitsbedenken der Bundesregierung, jedoch legt Welt.de mehr Wert auf die konkreten Auswirkungen auf den Warenverkehr.

Was noch nicht bekannt ist

  • Ob die Bundesregierung tatsächlich ein Verbot der Übernahme verhängen wird, ist noch unklar.
  • Die genauen sicherheitspolitischen Bedenken der Regierung sind nicht detailliert dargelegt.

Hintergrund

  • 2023 erwarb Cosco bereits einen Minderheitsanteil am Containerterminal Tollerort in Hamburg, was damals Kritik auslöste [Fact Refinery, 2023-MM-DD].
  • Zippel ist ein Logistikunternehmen, das sich auf den Transport von Containern zwischen Seehäfen und dem Binnenland spezialisiert hat [Fact Refinery, 2024-MM-DD].
  • Das Bundeskartellamt hat den Deal wettbewerbsrechtlich freigegeben, Sicherheitsbedenken liegen jedoch in der Zuständigkeit des Bundeswirtschaftsministeriums [background knowledge].

Unsere Einschätzung

Unsere Lesart ist, dass die Bundesregierung trotz der wettbewerbsrechtlichen Genehmigung durch das Bundeskartellamt, die Übernahme von Zippel durch Cosco zu stoppen versucht, da sie strategische Abhängigkeiten und potenziellen Einfluss durch China befürchtet. Die Sorge gilt nicht primär dem Wettbewerb, sondern der Kontrolle über kritische Infrastruktur und Warenströme, was die Regierung als sicherheitspolitische Bedrohung ansieht. Die unterschiedliche Gewichtung der Berichterstattung in *Spiegel* und *Welt* deutet darauf hin, dass die Debatte sowohl um wirtschaftliche Einflussnahme als auch um konkrete Lieferkettenrisiken kreist.

Worauf zu achten ist

  • Eine Entscheidung des Bundeswirtschaftsministeriums bezüglich eines Verbots der Übernahme, die in den kommenden Wochen erwartet wird [Bundeswirtschaftsministerium Website].
  • Detailliertere Darlegung der sicherheitspolitischen Bedenken der Bundesregierung, die möglicherweise im Rahmen einer öffentlichen Begründung für ein Verbot veröffentlicht werden [Bundesregierung Pressemitteilungen].
  • Die Reaktion von Cosco und Zippel auf eine mögliche Ablehnung des Deals, die Aufschluss über weitere Schritte geben könnte [Unternehmenswebsites/Pressemitteilungen].
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