Forscher haben eine hocheffiziente Basenbearbeitung an den Loci *PCSK9* und *HBG* in menschlichen Embryonen demonstriert und dabei die Bearbeitung aller *PCSK9*-Allele durch Proteinübertragung bei der Befruchtung erreicht. Obwohl die Embryonen die Entwicklung bis zum Blastozystenstadium unterstützten und homozygote editierte Stammzelllinien abgeleitet wurden, ist die Technik aufgrund von Off-Target-Effekten und Entwicklungsproblemen noch nicht für den klinischen reproduktiven Einsatz geeignet.
Die Wissenschaftler bewerteten die DNA-Reparaturergebnisse an den durch Baseneditoren in menschlichen Embryonen erzeugten Schnitten und Fehlpaarungen. Die Verabreichung von ABE8e-V106W als Protein bei der Befruchtung führte zur Bearbeitung aller *PCSK9*-Allele. Es wurden keine Insertionen oder Deletionen festgestellt, jedoch traten seltene Chromosomenbrüche und Chromosomenanomalien auf.
Die Bearbeitung an Beiprodukt- und Off-Target-Stellen war jedoch mosaikartig, und die Einführung des Editors als mRNA führte aufgrund der führerunabhängigen Deaminaseaktivität zu häufigen Embryoarresten. Die Forschung zeigt, dass im Gegensatz zu Cas9-induzierten DNA-Brüchen Baseneditor-induzierte Läsionen effizient repariert werden. Trotzdem schließen unerwünschte Folgen für das Genom und die Entwicklung derzeit einen klinischen Einsatz in der Reproduktion aus.
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