Kevin Reddington, der Anwalt von Lindsay Clancy, forderte öffentlich eine Begnadigung von Präsident Donald Trump für seine Mandantin, obwohl es sich um eine Angelegenheit des Bundesstaates handelt. Clancy stand wegen des Todes ihrer drei Kinder – Cora, 5 Jahre alt, Dawson, 3 Jahre alt und Callan, 8 Monate alt – in ihrem Haus in Massachusetts im Januar 2023 vor Gericht. Der Prozess endete letzte Woche mit einem gescheiterten Prozess, nachdem die Jury zu keinem einstimmigen Urteil gelangen konnte. Reddington argumentierte, dass Clancy unter einer Wochenbettdepression litt und zum Zeitpunkt der Tötungen unter akustischen Halluzinationen handelte, während die Staatsanwaltschaft darauf bestand, dass sie wissentlich handelte und die Tötungen plante.
Reddington sagte in „Good Morning America“: „Herr Präsident, ich hoffe, Sie werden diese junge Frau und die Person, die sie ist, was sie durchgemacht hat, berücksichtigen und eine Begnadigung in Betracht ziehen.“ Trump hatte sich zuvor zu dem Fall geäußert und ihn als „schrecklich“ bezeichnet, räumte aber die Möglichkeit einer psychiatrischen Einrichtung oder einer Haftstrafe ein. Das Weiße Haus verwies alle Anfragen an frühere Aussagen von Trump. Obwohl Trumps Begnadigungsbefugnis nur für Bundesverbrechen gilt, stellten mehrere Quellen fest, dass Trump zuvor in einem Fall eines Bundesstaates eine Begnadigung erteilt hatte, was möglicherweise einen Präzedenzfall schuf.
Reddington deutete auch an, dass er hoffe, mit Timothy Cruz, dem Bezirksstaatsanwalt von Plymouth County, eine Einigung über eine mögliche Strafmilderungsvereinbarung oder einen neuen Prozess zu erzielen. Cruz hat erklärt, dass der Staat Clancy erneut vor Gericht stellen oder ein Geständnis anbieten könnte, besteht aber darauf, dass die Beweise zeigten, dass Clancy ihre Kinder vorsätzlich getötet hat. Berichten zufolge war die Jury 11:1 gespalten, wobei Reddington glaubte, dass die Mehrheit ein nicht schuldiges Urteil aufgrund fehlender strafrechtlicher Verantwortung befürwortete, obwohl er nicht mit einem der Geschworenen gesprochen hat. Er verteidigte das Recht des abweichenden Geschworenen, an seiner Position festzuhalten, brachte aber auch seine Frustration darüber zum Ausdruck, dass er sich nicht an das Gesetz hielt. Der Fall soll am 29. September vor Gericht besprochen werden, um die nächsten Schritte zu bestimmen.
Originale Berichterstattung lesen
💬 Kommentare
📜 Kommentar-Richtlinie