Daniel Neumann, der Vorsitzende des Hessischen Landesverbands der Jüdischen Gemeinden, hat sein Mandat als Aufsichtsrat der HR Werbung GmbH niedergelegt. Der Rücktritt erfolgt aufgrund eines Streits über unzureichend entschädigte Grundstücke, die einst jüdischen Eigentümern gehörten und vom Hessischen Rundfunk während der Nachkriegszeit erworben wurden. Neumann wirft dem HR eine „mangelnde Bereitschaft“ vor, sich der historischen und moralischen Verantwortung zu stellen. Laut seinen Angaben wurden bereits vor über zwei Jahren „gut dokumentierte Erkenntnisse“ zu diesem Fall an den HR herangetragen. Es geht um eine Fläche von rund 2.000 Quadratmetern an der Eschersheimer Landstraße, für die die Loge B’nai B’rith als frühere Eigentümerin eine unzureichende Entschädigung erhalten haben soll. Die Historikerin Birgit Seemann hat Ende Februar 2024 ihre Forschungsarbeit über die Geschichte der Frankfurter Loge vorgelegt, die vom Bundesinnenministerium finanziell gefördert wurde. Andrea Schneider-Braunberger hat sich ebenfalls ehrenamtlich mit der Aufklärung der Entschädigungsfrage befasst. Neumann hatte von 2012 bis 2024 im Rundfunkrat des HR gesessen und war dort Vorsitzender des Hörfunk- und des Fernsehausschusses. Seit 2022 ist er Mitglied des Präsidiums des Zentralrats der Juden in Deutschland. Der Fall wurde kürzlich im „Spiegel“ und in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ thematisiert.
Our reading is that this resignation signals a breakdown in trust between a representative of Jewish communities and the Hessischer Rundfunk. The stated reason, insufficient compensation for historically seized property, appears to be a matter of principle rather than simply a financial dispute. The length of time the issue has reportedly been known to HR, over two years, suggests a deliberate lack of engagement with the moral implications, as perceived by Neumann.
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