Die US-Umweltbehörde (EPA) hebt Vorschriften zur Begrenzung klimaschädlicher Treibhausgasemissionen von Kohle- und Gaskraftwerken auf. EPA-Chef Lee Zeldin begründete die Entscheidung mit dem Ziel, "amerikanische Energie freizusetzen" und sinkende Strompreise zu ermöglichen. Die Aufhebung der Standards aus dem Jahr 2024, die Kohlekraftwerke zur Reduzierung ihrer Emissionen verpflichteten oder andernfalls bis 2039 stillgelegt hätten, wird voraussichtlich zu einer mehr als zehnfachen Steigerung der Kohleverbrennung führen. Umweltverbände verurteilen die Maßnahme als schädlich für die Gesundheit der Bevölkerung und das Klima. Im Februar hatte die EPA die Grundlage für Klimaschutzgesetze gekippt, indem sie Treibhausgase nicht mehr als Gefahr für die öffentliche Gesundheit einstufte. Präsident Trump hatte das Pariser Klimaabkommen bereits verlassen und den Klimawandel als "Schwindel" bezeichnet. Die Aufhebung der Emissionsvorschriften wird voraussichtlich vor Gericht angefochten. Laut einer Untersuchung der Associated Press hätten die aufgehobenen Vorschriften jährlich schätzungsweise 30.000 Todesfälle verhindern und 275 Milliarden Dollar einsparen können, solange sie in Kraft waren. Die Entscheidung stellt eine Abkehr von den Bemühungen der Regierungen unter Obama und Biden zur Bekämpfung des Klimawandels dar. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Neuregelung auf die langfristigen Klimaziele der USA auswirken wird.
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