Ein kenianischer Sektenführer wurde zu 200 Jahren Haft verurteilt, weil er seine Anhänger, darunter Hunderte Kinder, zum Hungertod trieb. Das Hohe Gericht in Mombasa verhängte 100 Jahre Haft für die Morde durch vorsätzliches Verhungernlassen und weitere 100 Jahre für die Morde durch direkte Gewalteinwirkung gegen Kinder. Mackenzie war bereits Mitte Oktober wegen des Mordes an 191 Menschen schuldig befunden worden. Die Richter stellten fest, dass der selbsternannte Pastor seine Anhänger aufgefordert hatte, sich zu Tode zu hungern, um Jesus zu begegnen. Er war im April 2023 festgenommen worden, nachdem Menschenrechtsgruppen die Behörden auf die Sekte aufmerksam gemacht hatten. Bei den anschließenden Ermittlungen entdeckte die Polizei in einem Wald über 400 Leichen.
Die Verurteilung folgt auf eine Untersuchung, die durch Hinweise von Menschenrechtsgruppen ausgelöst wurde. Die Polizei stieß auf eine erschreckende Anzahl von Leichen in einem Waldgebiet, was die Tragweite des von Mackenzie angeführten Kultes verdeutlichte. Die Opfer starben an Hunger und Erschöpfung, nachdem sie von Mackenzie angewiesen worden waren, Nahrung und Wasser aufzugeben, um Gott näher zu kommen. Die Anklage stützte sich auf Zeugenaussagen von Überlebenden und auf die Beweise, die am Tatort gefunden wurden.
Die Richter sahen die Tat als besonders schwerwiegend an, da eine große Anzahl von Kindern unter den Opfern war. Die direkte Gewalteinwirkung gegen Kinder wurde separat bewertet und mit einer zusätzlichen Haftstrafe von 100 Jahren geahndet. Die Verurteilung soll ein Signal senden, dass solche Taten nicht toleriert werden und dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
Unsere Lesart ist, dass das Gericht die Schwere der Verbrechen Mackenzies, insbesondere die Beteiligung von Kindern, sehr ernst nimmt. Die separate Verurteilung für die Gewalteinwirkung gegen Kinder und die hohe Gesamtstrafe deuten darauf hin, dass die Richter ein starkes Signal senden wollen, um ähnliche Taten in der Zukunft zu verhindern. Die Verurteilung basiert auf soliden Beweisen, Zeugenaussagen und den Funden am Tatort, was die Glaubwürdigkeit des Urteils unterstreicht.
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