Paramount hat die Übernahme von Warner Bros. Discovery für rund 110 Milliarden Dollar abgeschlossen und damit einen neuen Medienriesen namens Skydance geschaffen. Die Fusion, die von der Familie des Tech-Milliardärs Larry Ellison kontrolliert wird, vereint bekannte Marken wie “Batman”, “Superman”, “Harry Potter”, “Mission: Impossible” und “Star Trek”. Skydance startet mit einer beträchtlichen Schuldenlast, verpflichtet sich jedoch, in den ersten zwei Jahren mindestens 30 Kinofilme pro Jahr zu produzieren, und plant, in den kommenden fünf Jahren zusätzlich 1,5 Milliarden Dollar in US-Produktionen zu investieren. Die Übernahme hat Bedenken hinsichtlich potenzieller Stellenabbau und der redaktionellen Unabhängigkeit des Nachrichtensenders CNN geweckt, da Ellison ein prominenter Unterstützer von Donald Trump ist. Warner hatte sich zunächst mit Netflix auf ein Kaufgeschäft geeinigt, doch Paramount reichte ein Gegenangebot ein und setzte sich schließlich durch, nachdem eine Richterin einen Vergleich mit zwölf Bundesstaaten genehmigt hatte, die Wettbewerbsbedenken geäußert hatten. David Ellison, der Sohn von Larry Ellison, und Ynon Kreiz werden die Führung des neuen Konzerns übernehmen, wobei Ellison für die Strategie und Kreiz für den operativen Betrieb zuständig sind. Anleger wurden Einsparungen von sechs Milliarden Dollar nach drei Jahren versprochen.
Liberale in den USA äußern die Sorge, dass CNN unter dem Einfluss von Ellison seine redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte, da der Paramount-Sender CBS nach der Übernahme durch die Familie Ellison einen freundlicheren Ton gegenüber Trump und seiner Regierung angeschlagen hat. Paramount hat zugesagt, ein unabhängiges Aufsichtsgremium einzurichten, um die redaktionelle Unabhängigkeit zu gewährleisten. Die Fusion wird mit der Übernahme von 20th Century Fox durch Disney im Jahr 2019 verglichen und stellt eine erhebliche Umwälzung in der Hollywood-Industrie dar.
Unsere Einschätzung ist, dass diese Fusion nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine politische Angelegenheit ist. Die Übernahme von Warner durch Paramount, kontrolliert von der Familie Ellison, birgt das Risiko einer Verschiebung der redaktionellen Linie von CNN, was durch die bereits beobachtete Tendenz von CBS nach der Übernahme durch Ellison belegt wird. Die Zusicherung eines unabhängigen Aufsichtsgremiums wirkt wie ein Versuch, diese Bedenken zu zerstreuen, doch die tatsächliche Unabhängigkeit von CNN bleibt fraglich. Die Verpflichtung zur Produktion einer großen Anzahl von Filmen und die hohe Schuldenlast deuten auf erhebliche finanzielle Herausforderungen hin, die die langfristige Stabilität des neuen Konzerns gefährden könnten.
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