OpenAI, der Entwickler von ChatGPT, hat seinen für dieses Jahr geplanten Börsengang auf unbestimmte Zeit verschoben. Firmenchef Sam Altman begründete dies mit den wachsenden Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit fortschrittlicher künstlicher Intelligenz. Er schloss einen Börsengang bis 2026 aus und betonte, dass das Unternehmen derzeit keine Eile verspüre, die Sicherheitsanforderungen zu erfüllen und die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Regierungen zu gestalten. Diese Entscheidung folgt auf Warnungen von KI-Forschern, darunter Jacob Coxon und Evan Hubinger von Anthropic, die vor den potenziellen Risiken unkontrollierter KI-Entwicklung warnten. Hubinger schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass KI die Menschheit innerhalb des nächsten Jahrzehnts auslöscht, auf über zehn Prozent. Anthropic-Chef Dario Amodei hat zudem einen Drei-Schritte-Plan zur Verlangsamung der KI-Entwicklung und zur Verbesserung der Risikokontrolle vorgeschlagen, dem auch Altman zustimmte. Während Anthropic plant, unabhängige Sicherheitsprüfungen während der Trainingsphase durchzuführen, will das Unternehmen dennoch im Oktober mit der Vermarktung seines Börsengangs beginnen. Die Debatte um KI-Sicherheit hat sich in den letzten Wochen durch Hacking-Attacken mit KI-Software und die Warnungen von Forschern wie Coxon und Hubinger intensiviert. Es bleibt abzuwarten, ob die geforderte branchenweite Verlangsamung der KI-Entwicklung tatsächlich umgesetzt wird und welche Auswirkungen dies auf die zukünftige Entwicklung der Technologie haben wird.
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