Eine Sturzflut im nepalesisch-chinesischen Grenzgebiet hat mindestens 553 Menschen getötet und zahlreiche Dörfer zerstört. Die Flutwelle, die durch das Abbrechen eines Gletschers und Felsens im Himalaya verursacht wurde, stieg innerhalb von 30 Minuten um bis zu neun Meter an und erreichte eine Geschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde. Rettungskräfte sind weiterhin im Einsatz, doch die Zugänglichkeit zu den betroffenen Gebieten ist durch zerstörte Straßen und Brücken erschwert. Helvetas berichtet von einer Zerstörung, die das Ausmaß des verheerenden Erdbebens von 2015 übertrifft, und betont die bessere Vorbereitung der Hilfsorganisationen. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass solche Ereignisse im Himalaya zwar nicht zu verhindern sind, die Wahrscheinlichkeit jedoch mit dem Anstieg der Erdtemperatur zunimmt. Es sei jedoch noch zu früh, den Klimawandel als unmittelbare Ursache der Katastrophe zu sehen. Satellitenbilder zeigen, dass ein Teil des Gletschers und des Felsens ins Tal gestürzt ist, wobei die Wassermassen zunächst auf die gegenüberliegende Felswand prallten und dann das enge Tal durchflossen. Die Gefahr weiterer Flutwellen besteht weiterhin, da Schlamm und Geröll in den Bergen Wasser aufgestaut haben. Die Dimension der Flutwelle hat selbst die Kameras der Frühwarnsysteme weggeschwemmt, und die Rettungsarbeiten werden durch die Zerstörung von 45 Hängebrücken und 35 Straßenbrücken erschwert. Die Menschen vor Ort sind traumatisiert, zeigen aber gleichzeitig Resilienz und Entschlossenheit, wieder aufzustehen. Die Frage, wie sich solche Katastrophen in Zukunft verhindern lassen, bleibt offen, da es sich um Naturereignisse handelt, die im Himalaya mehrmals im Jahr auftreten.
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