Im New Yorker Stadtteil Manhattan werden seit Monaten immer wieder Menschen aus Kanalschächten gesichtet, was die Polizei vor Rätsel stellt. Am Mittwoch wurden drei unbekannte Personen in der Nähe des Hotels des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu aus einem Abwasserkanal entdeckt, konnten aber fliehen. Dieser Vorfall, der während der UN-Versammlung geschieht, hat die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Die NYPD hat zwei Verdächtige im Zusammenhang mit ähnlichen Vorfällen festgenommen und wegen Hausfriedensbruchs und Verschwörung angeklagt. Die Polizei vermutet, dass die Kanalgänge nach Stürmen nach Wertgegenständen und Altmetall durchsucht werden. Ein Stadtführer, der Touren durch die Kanalisation anbietet, hält diese Theorie jedoch für unwahrscheinlich und gab an, bei seinen Exkursionen lediglich eine abgelaufene Kreditkarte gefunden zu haben. Die Behörden warnen vor den Gefahren im Kanalnetz, darunter giftige Gase, instabile Böden und plötzliche Überflutungen, sowie vor Ratten, die bis zur Größe von Hasen heranwachsen können.
Unsere Einschätzung ist, dass die Vorfälle zwar möglicherweise durch die Suche nach Wertgegenständen motiviert sind, die Erklärung des Stadtführers jedoch fragwürdig erscheint, da er bei seinen Touren nur eine einzige abgelaufene Kreditkarte fand. Die Nähe des jüngsten Vorfalls zum Hotel des israelischen Premierministers während der UN-Versammlung deutet auf eine mögliche Verbindung hin, die derzeit jedoch unbestätigt ist. Die verstärkten Sicherheitsvorkehrungen lassen vermuten, dass die Behörden die Situation ernst nehmen, auch wenn die genauen Motive unklar bleiben.
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