Schwere Regenfälle und Gewitter haben die griechische Insel Kreta heimgesucht und zu Überschwemmungen, Schäden und Evakuierungen geführt. In der Hafenstadt Ierapetra musste eine Frau zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht werden, während 23 Menschen in ihren Autos aufgrund von Überflutungen feststeckten. Ein Taxi mit drei Touristen und ihrem Fahrer wurde von einem Sturzbach mitgerissen, konnte aber an einer Böschung zum Stehen kommen. In der Samaria-Schlucht sind acht Mitarbeiter des Nationalparks aufgrund der starken Regenfälle eingeschlossen, befinden sich aber an einem sicheren Ort mit Vorräten. An der Küste von Canea wurden Restaurants und Strandpromenaden durch hohe Wellen beschädigt. Die Behörden haben Anwohner in mehreren Gebieten aufgefordert, höher gelegene Gebiete aufzusuchen. Innerhalb von 48 Stunden fielen im Gebiet Canea 420 Millimeter Regen bei Windstärken von acht bis neun auf der Beaufort-Skala. Die Situation wird als unter Kontrolle beschrieben, obwohl Hilfsdienste weiterhin Erdrutsche beseitigen und Straßen freiräumen. Die Unwetter in Griechenland sind Teil einer Reihe von starken Regenfällen, die auch Teile Spaniens und Frankreichs betroffen haben.
Unsere Einschätzung ist, dass die aktuellen Unwetter auf Kreta zwar erhebliche Schäden verursacht und zu Evakuierungen geführt haben, die Behörden die Lage jedoch als kontrolliert einstufen. Die unterschiedliche Gewichtung der Berichterstattung in WELT und dem Standard deutet darauf hin, dass die Auswirkungen auf den Tourismus und die eingeschlossenen Parkmitarbeiter als besonders hervorzuheben sind. Die Erwähnung von ähnlichen Wetterereignissen in Spanien und Frankreich legt nahe, dass es sich um ein größeres regionales Phänomen handelt.
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