Der Anthropic-Chef Amodei fordert eine externe Kontrolle von KI, doch Kritiker sehen darin einen Machtzug der Tech-Konzerne, um eine technopolare Weltordnung zu etablieren. Der Politikwissenschaftler Ian Bremmer prägte den Begriff der technopolaren Weltordnung, um eine Ordnung zu beschreiben, in der Tech-Konzerne Machtbefugnisse erlangen, die traditionell Nationalstaaten vorbehalten waren. Diese Macht basiert auf der Kontrolle von digitaler Infrastruktur wie Plattformen, Daten und Kommunikationswegen. Peter Thiel, Mitbegründer von PayPal und Palantir, wird als prägende Figur im Silicon Valley gesehen, der Monopolbildung als Mittel zur Veränderung der Welt propagiert und eine Abkehr von liberalen Prinzipien wie Wettbewerb und Rechtsstaatlichkeit befürwortet. Durch die Schaffung von Monopolen gewinnen Thiel und seine Verbündeten wirtschaftliche, Wissens- und politische Macht, was den Aufbau der technopolaren Ordnung vorantreibt.
Parallel zu diesen Entwicklungen mehren sich Warnungen vor den potenziellen Gefahren Künstlicher Intelligenz. Ein KI-Forscher namens Jacob Coxon äußerte auf der Plattform X die Befürchtung, dass KI bis zum Ende des Jahrzehnts zum Aussterben der Menschheit führen könnte, was eine breite öffentliche Aufmerksamkeit erregte. Diese Warnungen reihen sich ein in eine seit Jahren andauernde Debatte über die Risiken von KI, in der auch Open-AI-Chef Sam Altman vor „übermenschlichen“ Fähigkeiten von Chatbots und der Entwicklung von „Allgemeiner Künstlicher Intelligenz“ (AGI) warnt. Das Center for AI Safety hat bereits 2023 vor dem „Risiko des Aussterbens durch Künstliche Intelligenz“ gewarnt. Es bleibt unklar, inwiefern diese Warnungen konkrete Bedrohungen widerspiegeln oder eher Ausdruck einer obsessiven Science-Fiction-Faszination in der KI-Branche sind.
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