Eine Hitzewelle hat die europäische Wirtschaftsleistung in diesem Jahr voraussichtlich um 113 Milliarden Euro reduziert. Deutschland ist mit geschätzten Einbußen von 25 Milliarden Euro besonders stark betroffen, nach Italien mit 28 Milliarden Euro und Frankreich mit 20 Milliarden Euro. Die Allianz hat diese Zahlen im Rahmen ihres neu berechneten “Climate Risk Tracker” veröffentlicht, der Produktionsausfälle, geringere Arbeitsproduktivität und Fehlzeiten berücksichtigt. Die europaweiten Einbußen belaufen sich auf knapp ein halbes Prozent der erwarteten Wirtschaftsleistung für dieses Jahr. In den letzten fünf Jahren hat Deutschland zudem klimabedingte Schäden in Höhe von 50 Milliarden Euro erlitten, was einem Anstieg von über 50 Prozent gegenüber dem Zeitraum von 2000 bis 2019 entspricht. Norwegen verzeichnete mit einem Plus von 3,7 Grad die höchste Durchschnittstemperatur im Jahr 2025 im Vergleich zum Durchschnitt von 1950 bis 1970, während Deutschland und Frankreich mit einem Anstieg von etwa 2 Grad im oberen Mittelfeld lagen. Die Höhe der Schäden hängt jedoch auch von der Bevölkerungsdichte und dem wirtschaftlichen Vermögen der betroffenen Länder ab. Für das kommende Jahr warnen Experten vor weiteren Belastungen durch das Wetterphänomen “El Niño”.
Unsere Einschätzung ist, dass die Hitzewelle erhebliche wirtschaftliche Folgen für Europa hat, wobei Deutschland, Italien und Frankreich besonders betroffen sind. Die veröffentlichten Zahlen deuten darauf hin, dass klimabedingte Schäden zunehmen und die wirtschaftliche Leistung negativ beeinflussen. Die Kombination aus direkten Verlusten durch Produktionsausfälle und indirekten Effekten wie geringerer Produktivität macht deutlich, dass der Klimawandel eine wachsende Belastung für die europäische Wirtschaft darstellt.
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