Die Heizölpreise sind gesunken, wobei der Preis für 100 Liter am 26. August 2024 bei 129 Euro lag – 6,50 Euro weniger als in der Vorwoche. Regionale Unterschiede bestehen, wobei Bremen mit 143 Euro pro Liter teurer und Baden-Württemberg mit 128 Euro günstiger ist. Experten raten, jetzt Heizöl zu kaufen, da die Preise voraussichtlich wieder steigen werden, insbesondere angesichts leerer Tanks und einer Lieferzeit von derzeit 19 Tagen. Oliver Klapschus von HeizOel24 empfiehlt eine Teilbestellung von 1000 bis 1500 Litern, um einer möglichen Kaufwelle nach den Sommerferien zuvorzukommen. Die Verbraucherzentrale betont die Volatilität der Preise, die stark von der geopolitischen Entwicklung, insbesondere im Nahen Osten, abhängt. Die Bundesnetzagentur meldet niedrige Speicherstände, stuft die Gasversorgung aber als stabil ein und erwartet am 1. Februar 2025 einen Füllstand von 30 Prozent.
Verivox rechnet zum Jahreswechsel mit einem Anstieg der Gaspreise um bis zu 20 Prozent, begründet mit gestiegenen Großhandelspreisen, niedrigen Gasspeicherständen und dem bevorstehenden Winter. Energieexperte Thorsten Storck warnt, dass sich die höheren Beschaffungskosten bald auf die Tarife der Bestandskunden auswirken werden. Neukundentarife sind bereits um über ein Drittel gestiegen. Die Eskalation zwischen den USA und dem Iran hat den europäischen Großhandelspreis für Gas auf den höchsten Stand seit über dreieinhalb Jahren getrieben. Deutschland ist besonders anfällig, da es stärker von Erdgas abhängig ist als viele andere Länder und fast vollständig auf Importe angewiesen ist. Malte Küper vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) weist darauf hin, dass dies die deutsche Industrie belasten wird.
Linke Medien stellen die Situation als Ergebnis geopolitischer Spannungen dar, während rechtsgerichtete Berichterstattung die Abhängigkeit Deutschlands von Importen hervorhebt; unbestritten ist jedoch die bevorstehende Belastung für Verbraucher und Industrie.
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