Gefälschte Umfragen im US-Wahlkampf: Republikaner profitieren von falschen Daten
Politik
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2h ago

Gefälschte Umfragen im US-Wahlkampf: Republikaner profitieren von falschen Daten

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Image: Spiegel De

Ein Meinungsforschungsinstitut namens Wedgewood Polls hat über Monate hinweg frei erfundene Umfrageergebnisse veröffentlicht, die systematisch demokratische Kandidaten in einem günstigeren Licht darstellten, als es der Realität entsprach. Recherchen von SPIEGEL und Tichy's Einblick zeigen, dass diese gefälschten Daten von großen Medien aufgegriffen und verbreitet wurden, darunter auch die New York Times, die inzwischen 15 entsprechende Erhebungen aus ihrer Datenbank entfernt hat. Die Umfragen, die in Schlüsselstaaten wie Michigan, Mississippi, Texas und Georgia durchgeführt wurden, zeigten in einigen Fällen demokratische Kandidaten mit deutlichen Vorsprüngen, die in der Realität nicht existierten. In Michigan wurde der demokratischen Gouverneurskandidatin Jocelyn Benson beispielsweise ein Vorsprung von zehn Prozentpunkten gegenüber ihrem republikanischen Konkurrenten John James attestiert, während in Mississippi die republikanische Senatorin Cindy Hyde-Smith nur noch einen Vorsprung von vier Prozentpunkten gegenüber ihrem demokratischen Herausforderer Scott Colom aufwies. Das Meinungsforschungsinstitut Wedgewood Polls hat zugegeben, dass fast alle seine Umfragen erfunden waren. Jim McLaughlin, ein republikanischer Meinungsforscher, weist darauf hin, dass Wedgewood seit Juni in einer Reihe umkämpfter Staaten falsche Umfragen veröffentlicht hat. Die Motive hinter diesen gefälschten Umfragen sind unklar, doch sie könnten darauf abzielen, die öffentliche Meinung zu manipulieren und die Demokraten zu begünstigen. Es ist unklar, inwieweit diese gefälschten Umfragen die tatsächlichen Wahlergebnisse beeinflussen werden.

Wo sie sich unterscheiden

  • Spiegel betont die systematische Natur der Falschinformationen und die mögliche Absicht, die Demokraten zu schädigen.
  • Tichy's Einblick hebt hervor, dass die gefälschten Umfragen zunächst demokratische Kandidaten in einem positiven Licht darstellten und von Medien aufgegriffen wurden, bevor der Betrug aufgedeckt wurde.
  • Beide Quellen stimmen darin überein, dass die New York Times die falschen Umfragen veröffentlicht hat und diese nun aus ihrer Datenbank entfernt wurden.

Was noch nicht bekannt ist

  • Die genauen Motive hinter der Erstellung und Verbreitung der gefälschten Umfragen sind nicht bekannt.
  • Es ist unklar, ob und in welchem Umfang die gefälschten Umfragen tatsächlich die öffentliche Meinung beeinflusst haben.

Hintergrund

  • Das Meinungsforschungsinstitut Wedgewood Polls hat über Monate hinweg falsche Umfrageergebnisse veröffentlicht [Fact Refinery, 2024-01-26].
  • Die gefälschten Daten wurden in Schlüsselstaaten wie Michigan, Mississippi, Texas und Georgia erhoben [Fact Refinery, 2024-01-26].
  • Die New York Times hat 15 entsprechende Erhebungen aus ihrer Datenbank entfernt, nachdem der Betrug aufgedeckt wurde [Fact Refinery, 2024-01-26].
  • Meinungsforschungsinstitute sammeln Daten, um die öffentliche Meinung zu bestimmten Themen oder Kandidaten zu ermitteln [background knowledge].

Unsere Einschätzung

Unsere Lesart ist, dass die systematische Verbreitung erfundener Umfrageergebnisse einen gezielten Versuch der Manipulation darstellt. Es scheint, dass die anfängliche Darstellung demokratischer Kandidaten in einem positiven Licht eine Täuschung war, um die Glaubwürdigkeit der Daten zu erhöhen, bevor die Falschinformationen ihren eigentlichen Zweck erfüllten. Die Tatsache, dass große Medien diese falschen Daten aufgriffen, unterstreicht die Schwierigkeit, Falschinformationen in der heutigen Medienlandschaft zu erkennen und zu korrigieren.

Worauf zu achten ist

  • Ob weitere Medienunternehmen falsche Umfragen aus ihren Archiven entfernen werden (Medienberichterstattung, laufend).
  • Ob die Motive hinter der Erstellung und Verbreitung der gefälschten Umfragen aufgedeckt werden können (Untersuchungen, unbestimmter Zeitpunkt).
  • Ob es eine offizielle Untersuchung der Vorfälle gibt und welche Konsequenzen daraus entstehen (Regierungsbehörden, unbestimmter Zeitpunkt).
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