Nach einem Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung haben Hacker rund 1,4 Millionen Dateien im Darknet veröffentlicht, darunter Gehaltslisten, interne Pläne des Kanzleramts, Daten zur Gefahrenabwehr der Feuerwehr sowie persönliche Informationen von Behördenmitarbeitern und Bürgern. Die Hackergruppe Rhysida forderte zwei Millionen Euro Lösegeld, das der Senat jedoch nicht zahlte. Die veröffentlichten Daten umfassen auch Informationen zu kritischer Infrastruktur wie Heizkraftwerken, Tanklagern und Wasserwerken. Jochim Selzer vom Chaos Computer Club hat sensible Informationen über die Wasserversorgung in Berlin identifiziert. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner räumte ein, dass „offenbar sensible Daten“ betroffen sind, nachdem er zuvor erklärt hatte, es lägen keine Hinweise auf Datenabfluss vor. Die Bundesregierung führt ebenfalls eine Prüfung ihrer Datensysteme durch, diese seien jedoch nach aktuellem Stand nicht betroffen. IT-Experten warnen vor den potenziellen Folgen, darunter massenhafter Identitätsbetrug und die Gefährdung der Sicherheit kritischer Infrastruktur. Die Hackergruppe Rhysida veröffentlichte die Daten in drei Paketen, nachdem das Ultimatum für die Zahlung des Lösegelds abgelaufen war. Es ist noch unklar, inwieweit die Daten tatsächlich zur Schädigung der Bundesregierung oder der Hauptstadt genutzt werden können, und welche konkreten Informationen abgeflossen sind. Die Senatskanzlei hat betroffene Personen aufgefordert, Strafanzeige zu erstatten.
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