Nach einem Cyberangriff, bei dem 1,44 Millionen Dateien mit einem Umfang von 5,8 Terabyte im Darknet veröffentlicht wurden, wird die Berliner Verwaltung von IT-Experten Manuel Atug scharf kritisiert. Atug wirft der Stadt grobe Fahrlässigkeit und vorsätzliche Nichteinhaltung von Geheimschutzvorgaben vor. Bereits 2023 und 2025 hatte er im Berliner Innenausschuss auf eklatante Sicherheitslücken hingewiesen und vor den möglichen Konsequenzen gewarnt. Die Hackergruppe Rhysida forderte ursprünglich ein Lösegeld von 30 Bitcoin (rund zwei Millionen Euro), das der Senat nicht zahlte.
Die gestohlenen Daten umfassen Verwaltungsdokumente wie Verträge, Protokolle und Passwörter, aber auch personenbezogene Daten wie Adressen, Telefonnummern und vertrauliche Personalakten, darunter Reha-Unterlagen und Krankschreibungen. Sicherheitsrelevante Informationen wie Notfallpläne und geheime Kommunikationskanäle sind ebenfalls betroffen. Die Untersuchungen zu dem Angriff, der am 7. August über die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr und Umwelt sowie die Senatsverwaltung für Bauen und Wohnen erfolgte, laufen noch. Kritiker bemängeln die mangelnde Konsolidierung der öffentlichen IT-Infrastruktur.
Die Hackergruppe Rhysida hat bereits in der Vergangenheit verschiedene Institutionen angegriffen und wird vom Bundesamt für Sicherheit als ausschließlich finanziell motiviert eingestuft. Atug betont, dass die Vernachlässigung der Sicherheit zu den nun eingetretenen Konsequenzen geführt habe. Es ist noch unklar, welche weiteren Informationen in den veröffentlichten Dokumenten enthalten sind und welche langfristigen Auswirkungen der Datenleck haben wird.
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