Die Europäische Union befasst sich auf einem Gipfel in Rovaniemi, Finnland, mit einer Arktis-Strategie, die laut Robert Habeck etwa zehn Jahre zu spät kommt. Während Russland und China bereits seit Jahren militärisch und strategisch in der Region aktiv sind, hat die EU erst jetzt begonnen, eine eigene Strategie zu entwickeln. Michael Paul, ein Experte für Arktis- und Sicherheit, betont, dass die Arktis langfristig ein Konfliktpotenzial birgt. Habeck kritisiert, dass frühere Politiker-Generationen in dieser Frage „ziemlich gepennt“ hätten, verweist aber auf die NATO-Mitgliedschaft vieler arktisnaher Staaten wie Island, Norwegen und Großbritannien, obwohl die USA ihre Interessen in der Region nicht ausschließlich über die NATO verteidigen. Die EU will ihren Einfluss in der Arktis verstärken, um wichtige Schifffahrtsrouten, Rohstoffvorkommen und die Folgen des Klimawandels zu sichern. Die Frage, was genau die „europäische Arktis“ ausmacht – angesichts der Nicht-EU-Mitgliedschaft von Grönland und Island sowie des Brexit – bleibt jedoch offen. Die militärische Aufrüstung Russlands und die strategischen Ambitionen Chinas stellen zusätzliche Herausforderungen dar. Donald Trump hatte in der Vergangenheit offen Interesse an einer Übernahme Grönlands gezeigt.
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